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Jasper / Ohrenpost VÖ am 19en März


"Ohrenpost"

CD 88697636342
Veröffentlichung: 19.03.2010

Sie haben Post. „Ohrenpost“. Ein gesendetes Objekt, das in jeden guten musikalischen Posteingang gehört – gerne aber auch in den physischen Briefkasten. Absender: Jasper März, der junge Mann, der mit acht Millionen Klicks bei YouTube und 28.000 Kommentaren zu seinen Songs eine neue Singer/Songwriter-Lust in der Online-Welt angestiftet hat. Knapp ein Jahr nach seinem Chart-Debüt mit dem Album „Neidlos“ liegt jetzt mit „Ohrenpost“ sein zweites Album vor. Ein relativ dichter Zeitraum, den der in Emden lebende Musiker unter anderem mit zwei erfolgreichen Clubtouren, weiteren außergewöhnlichen Gigs (z. B. auf dem JugendMedienEvent in Mainz vor 500 Nachwuchs-Journalisten) und dem Schreiben neuer Titel verbracht hat. Erwartungen an ein zweites Album sind erfahrungsgemäß groß. „Bei meinem ersten Album war den Zuhörern ein Großteil der Lieder bereits von den YouTube-Videos bekannt“, sagt Jasper, „jetzt freue ich mich sehr darauf durch die ,Ohrenpost‘ die Leute mit vielen neuen und noch nicht bekannten Stücken zu überraschen.“ Mit Jasper und seinen Liedern hat auch der Musikfan die Chance mal wieder an einem Reifeprozess teilzuhaben, der sich zur Abwechslung so erstaunlich gesund und stimmig anfühlt. Durch den ein Künstler sich findet und Raum, Zeit und Möglichkeit hat, Schritt für Schritt den eigenen Weg zu gehen.

Am Anfang dieses Wegs stand die Geschichte, besser gesagt: Viele Geschichten. Beobachtungen, Alltagsminiaturen. „Mit 15 habe ich ausprobiert eigene Gedichte und Kurztexte musikalisch mit der Gitarre umzusetzen. Das war quasi meine erste Berührung mit dem Songwriting“, erinnert sich Jasper. „Heute mache ich Komposition und Text am liebsten aus einem Guss. Wenn das gelingt, entstehen die besten Lieder.“ Lieder, die auf dem Album „Ohrenpost“ Titel tragen wie „So lala“, „Letzter Tag am Strand“, „Hätte ich“ oder „Gewittertierchen“. Nach der Zusammenstellung der Albumtitel war ich mir erstmal unsicher, ob die sprachlich, inhaltlich und musikalisch doch recht unterschiedlichen Lieder unter einen Hut passen. Aber da gerade die Vielfalt an Themen und sprachlichem Ausdruck das Liederschreiben für mich so reizvoll macht, spiegelt das Album genau das wider, was meine Musik kennzeichnet. Und es passt tatsächlich zusammen.“ Der Albumtitel ‚Ohrenpost’ greift den Gedanken auf: „Hier hat jedes Lied eine andere Aussage, eine andere Schriftart und ein anderes Briefpapier. Aber der Absender bin immer ich.“ Dann gibt es also auch keine klar definierte Jasper-Zielgruppe? Zumindest keine, die einengt. Jasper März ist Freigeist genug um für viele interessant und außergewöhnlich zu sein, und er ist geerdet und aufmerksam genug um ein großes Publikum anzusprechen.

Die Erkennungsmerkmale des 23 Jährigen sind unprätentiös: Gitarre, Geschichten, geringelte Mütze. „Andere müssen eine Mütze aufziehen, wenn sie nicht erkannt werden möchten. Ich finde es ganz gut ein Markenzeichen zu haben, das ich ablegen kann“ verrät der „Liedermacher 2.0“, wie er mit Blick auf seine Online-Karriere von den Medien apostrophiert wurde, und der – so ungern man diesen Zusatz auch wählt – „für sein Alter“ ein geradezu erschütternd eloquenter und vielseitiger Gesprächspartner ist. Über Reimkaskaden, Metaphern und Onomatopoesie kann man sich mit ihm unterhalten, fünf Minuten später dann über die Drehbücher von gut gemachten Krimis, über Achterbahnfahrten, Improvisationstheater und Jugendfreizeiten. So vielseitig wie er ist auch seine Musik. Nicht alles hat den höchsten intellektuellen Anspruch, manches macht auch einfach nur Spaß. Was ihn aber auch in solchen Songs von seinen Branchenkollegen unterscheidet, ist seine Lust an der geschliffenen Form, seine Liebe zur höheren Schule des Dichtens, überhaupt die Präsenz seiner Texte und seine Fähigkeit Geschichten mit Phantasie, Witz und genialer Beobachtungsgabe zu erzählen. Selbst hört Jasper gerne Musik von Jack Johnson und Norah Jones und schätzt vor allem Musiker, „die sich nicht zu sehr medial in den Vordergrund drängen.“ In seinem CD-Regal stehen ‚Wir sind Helden’ neben Herbert Grönemeyer, Bodo Wartke und den Wise Guys. Eben Künstler, die genauso viel Spaß an der Sprache und an außergewöhnlichen Texten haben wie er und die gerne mal thematisch um die Ecke gedacht singen.

Ähnlich wie seine Vorbilder spricht Jasper März ein Publikum an, das sich nicht auf eine Altersschiene beschränken lässt. Klar, ein Gros der Fans ist in seinem eigenen Alter, aber vom Schulkind bis zum Mittsechziger stand schon jede Generation im Publikum. „Ich finde es prima, wenn sich nach einem Konzert Vater und Tochter gleichermaßen über den Auftritt gefreut haben“, berichtet er. Vielleicht weil sie alle so viel Spaß an einem Exoten wie ihm haben? Jasper stutzt. „Ich glaube gar nicht, dass ich so ein Exot bin. Es gibt so viele Leute, die eigene Lieder ins Internet stellen. Mein Glück waren die vielen User, die meine Videoclips auf Anhieb toll fanden und per Link an ihre Freunde weiter geschickt und mich dadurch bekannt gemacht haben. Denn ich hatte keine Aktien an dieser Web-Euphorie. Ich freu mich über das alles, aber vielleicht hat’s auch nur geklappt, weil ich’s nicht darauf angelegt habe. Meine Videos wurden irgendwann zu Selbstläufern. Und dann riefen die Produzenten an…“

Im Tonstudio schätzt Jasper die kreative Zusammenarbeit mit dem Produzententeam Nick Oosterhuis und Detlef Wiedeke. „Es macht mir sehr viel Spaß im Studio an den Songs zu arbeiten, zu überlegen und auszuprobieren, welches Arrangement die jeweilige Stimmung eines Liedes am besten trägt. Bis ich an den Punkt komme, an dem ich zu mir selbst sage: Ja, das ist es! So sind auf dem neuen Album auch manche Titel pure Gitarrenstücke geblieben. Wichtig ist mir zu signalisieren, dass die unterschiedlichen Umsetzungen meiner Lieder – ob Live, auf Platte oder im Internet – alle zu mir gehören und dass jede Version da, wo sie ist, richtig eingebettet ist.“

Neben der Arbeit im Tonstudio und der Internetpräsenz möchte der junge Künstler aber vor allem eines: sich eine solide Live-Präsenz erschaffen und weiterhin mit seiner Musik raus zu den Leuten gehen. „Ich spiele gern in kleinen Clubs mit lockerer Atmosphäre. Das liegt mir sehr. Wobei eine angenehme Stimmung natürlich auch in größeren Locations aufkommen kann.“ Im April wird es eine erneute Club-Tour mit zwölf Terminen geben. Weitere Termine sind in Vorbereitung: Jasper pur mit Gitarre. „Das ist das schönste Bühnengefühl“, freut sich der Künstler, „ein aufmerksames Publikum. Nur ich und meine Post. Für die Ohren.“

Jaspers Album „Ohrenpost“ erscheint am 19. März 2010 im Handel. Das Debüt-Album „Neidlos“ ist weiterhin erhältlich.



Die Lieder
…und Jaspers Gedanken dazu:


So lala
Tage an denen man einfach nicht vom Sofa hochkommt, kennt wohl jeder aus seinem Leben. Zwischen Motivation und Lethargie eröffnet „So lala“ das Album im Ringen mit dem inneren Schweinehund: „Ich könnte ja aufstehen, aber eigentlich…“ Die Erkenntnis befriedigt, dass es anderen auch so geht und überhaupt: Ich weiß ja was mit dem Tag anzufangen, dieser Tag nur irgendwie nicht mit mir.

Unser Sommer
Das Lied habe ich zwar zum Ende eines Sommers geschrieben, aufgenommen wurde es jedoch erst im Winter. Und dabei habe ich gemerkt, dass es sehr spannend ist, einen Sommersong zu arrangieren, während draußen der Schnee liegt und Eisblumen an den Fensterscheiben blühen. Trotz Gute-Laune-Song-Charakter steckt auch eine Spur Wehmut in dem Lied, das die Erinnerungen an einen Sommer mit Baggersee-Nachmittagen und Lagerfeuerabenden verknüpft.

Jenny
Jennys Leben spielt sich vorm Computer ab. Im Netzwerk fühlt sie sich zuhause, das reale Leben läuft weitestgehend ohne sie ab. So weiß Jenny beispielsweise nicht, wie man Wasser heiß macht und sucht daher bei Wikipedia nach dem Rezept, während sie die Beziehung zu Paul per Messenger-Nachricht beendet und virtuellen Freunden ihre Wehwehchen twittert. Eine humorvolle und überspitzte Geschichte, mit der Botschaft, nicht den ganzen Tag am Rechner zu verbringen – auch eine Message an mich selbst.

Immer noch hier
Sie steht immer noch hier. Mit dem Fuß in der Tür und kann mein „Nein“ nicht verstehen oder will es nicht akzeptieren. Mit Tränen in den Augen bläst sie den Rauch ihrer Zigarette in die Nacht. „Immer noch hier“ hätte das tragische Ende einer Liebesbeziehung beschreiben können, bis sich die Sichtweise plötzlich ändert…

Letzter Tag am Strand
„Letzter Tag am Strand“ ist eines meiner persönlichen Lieblingslieder auf dem Album. Der Song besticht durch seine Leichtigkeit und strahlt eine innere Ruhe aus, die den Zuhörer abholt und gedanklich an einen letzten Urlaubstag am Strand entführt. Noch einmal Bilder mit den Füßen in den warmen Sand malen, noch einmal den Sonnenbrand als Preis für zeitlose Strandspaziergänge zahlen, noch einmal der Musik hinter den Dünen lauschen. Morgen geht es heim.

Hätte ich
„Hätte ich“ ist ein Stück, das ich mit 16 Jahren geschrieben habe und damit eines meiner ersten Lieder. Der schmerzliche Verlust eines nahe stehenden Menschen wird in dem Lied thematisiert und der Titel weist auf die an sich selbst gerichtete Frage hin, inwieweit man den Tod hätte verhindern können. Eine Frage, für die weder das Lied noch das Leben eine befriedigende Antwort parat haben. „So weit die Füße trag ich deinen Namen.“ Der Schmerz bleibt, aber in ihm wächst die Zuversicht mit guten Erinnerungen im Gepäck weiter zu gehen. Das Lied habe ich für das Album als reine Gitarren-Nummer beibehalten.

Wann
Das Lied mag ich besonders aufgrund der Dynamik, in der sich das Stück darstellt. Zweifelsohne liegt eine gewisse Verzweiflung in der Luft. Wie gehe ich mit einem Menschen um, den ich liebe, der jedoch verrückt geworden zu sein scheint? Und kann es sein, dass mich die Liebe selbst an einen Punkt führt, an dem ich Realität und Hirngespinste nicht mehr voneinander unterscheiden kann? Vielleicht könnten die Elefanten eine Antwort geben, wenn sie nur endlich aufhören würden dir zu befehlen Kugelschreiber anzuspitzen.

Ich schlaf erst ein
Eine kleine Ballade, die sich frei von Ironie und schweren Worte präsentiert. Im Vordergrund steht das schüchterne Geständnis: Ich kann erst einschlafen, wenn ich weiß, dass es dir gut geht. Mehr als ein Gutenachtlied ist „Ich schlaf erst ein“ eine vorsichtige Erklärung an die Liebe.

Wie immer
Ein Junge reflektiert die Gewohnheiten, Traditionen und eingefahrenen Wege innerhalb der Familie. Veränderungen scheinen unerwünscht. Es bleibt wie es ist, weil es immer schon so war. So bekommt der Hund seit zwölf Jahren das gleiche Fressen vorgesetzt, die Butter bleibt im Kühlschrank und büßt ihre Streichfähigkeit ein und ob sich der Vater jemals seines Gewohnheitsbarts entledigt, bleibt zu bezweifeln… Kleine alltägliche Gedankenanstöße für konsequente Sackgassengeher.

Gewittertierchen
Als ich in einem Sommer Freunden von Gewittertierchen erzählte, musste ich feststellen, dass keiner wusste, wovon ich eigentlich rede. Ich war entsetzt. Halloo?!! Gewittertierchen!! Diese winzigen schwarzen fliegenden Striche, die bei abendlichen Radtouren im Sommer gerne mal auf dem nagelneuen gelben T-Shirt landen und dort dann friedlich sitzen bleiben. „Ach, die heißen Gewittertierchen?“ Da war mir klar, hier muss ein Lied zur Bekanntheit der Tiere und ihres Namens beitragen. Und so ist die Geschichte von der Freundschaft zu Fred entstanden. Seines Zeichens Gewittertierchen.

Lautlos
Kann man seine große Liebe für sich gewinnen, indem man nachts Kieselsteinchen gegen ihr Fenster wirft und ihr dann fein säuberlich auserwählte Worte der Verehrung vorträgt? Vielleicht findet sie das ja auch furchtbar altmodisch… „Lautlos“ nimmt den Zuhörer mit auf einen Nachtspaziergang. Ein Lied, dessen behutsame musikalische Umsetzung dazu einlädt, die Geschichte mit geschlossenen Augen wirken zu lassen.

Noch nicht müde
Während der Auftakt des Albums mit „So lala“ die Schwierigkeit des Anfangens und Losgehens beschreibt, stellt sich zum Ende hin ein ebenso bekanntes, wenn auch konträres Gefühl ein: Ich möcht noch nicht nach Hause. Jetzt gilt es nur noch, den Kumpel zu überzeugen seine Bude zu verlassen, um dann mal wieder gemeinsam um die Häuser ziehen zu können.

Dörte D. [live]
Das Lied von der fröhlichen Raumpflegerin Dörte erfreute sich beim Publikum meiner Clubkonzerte großer Beliebtheit in der Zugabe. Da war es für mich naheliegend mit einem Live-Mitschnitt dieses Liedes auch mein Album abzurunden. Aufgenommen wurde das Stück bei einem Konzert in Wuppertal, im Juni 2009.

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»» Neue VÖ 2009: Demnächst die VÖ von JASPER Produziert und arrangiert von Nick Oosterhuis & Detlef Wiedeke @ Vintage Music Studio und Eject Studio.




»» New Record Releases 2008/ Neue VÖ 2008


Nick Oosterhuis has got a new solo record out on EMI.
Written, produced, arranged and performed by Nick at Eject Studio.





Kingsize Taylor & The Brotherhood of Rock&Soul.
Produced By Nick Oosterhuis at Ejectstudio.




Crush2002- Here Again
Produced by Nick Oosterhuis at Eject Studio.
All Songs Published by Eject Music.









Tony Christie : Essential Collection
Produced By Nick Oosterhuis & Billy King.
Written By Nick Oosterhuis.(2)
Published By Eject Music & Jtc Music



 

   
               
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